Von Hölzel zum Bauhaus

Bühnenbild zum Zaubergarten, 1928
© Oskar Schlemmer / VG Bild-Kunst, Bonn

Oskar Schlemmer

Bühnenbild zum Zaubergarten, 1928

Bleistift, Aquarell und Deckweiß auf Maschinenbütten
25,5 × 27,5 cm

(SCHLEO/P 21)

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verso auf dem Rahmenkarton eigenhändige Bezeichnung in Tinte: Oskar Schlemmer Ballett »Spielzeug« Musik Tschaikowsky Staatsoper Dresden V
Entwurf zur 9. und letzten Szene »Zaubergarten« mit dem Reigen der Mädchen, die den »Blumenwalzer« tanzen. Diese Szene beschließt das Hauptspiel »Traum der Kinder«
Provenienz: Karin Schlemmer; Privatsammlung Stuttgart
Literatur: Karin von Maur, Oskar Schlemmer. Œuvrekatalog der Gemälde, Aquarelle, Pastelle und Plastiken, München 1979, Nr. A 329; Oskar Schlemmer. Visionen einer neuen Welt, Ina Conzen, Stuttgart 2014, S. 241

Die Mischtechnik auf Büttenpapier zeigt ein Bühnenbild aus der »Nussknacker«-Suite, dem Kinderballett »Spielzeug« zur Musik von Peter Tschaikowsky (Schlemmer: »... für ältere Kinder«): hier in der Darstellung zur 9. und letzten Szene »Zaubergarten« aus dem Hauptspiel (»Traum der Kinder«) mit dem Reigen der Mädchen, die den »Blumenreigen« tanzen. Oskar Schlemmer experimentierte bereits um 1913 zum Thema Tanz, das ihn mit dem »Triadischen Ballett« (1922) zu einem Pionier der Bühnengeschichte machte. Für die Verankerung des Bühnenbilds innerhalb der modernen Kunst nimmt er später, insbesondere in seiner Bauhauszeit in Weimar (1923-25) und Dessau (1925-29) eine bedeutende Rolle ein: Er war als Lehrer nicht nur für die Bildnerische Formenlehre und Holzbildhauerei zuständig, sondern auch darüber hinaus für die Bühne. In einem lichtvoll-bezaubernd inszenierten, in Blau getauchten Park führen Mädchen, die allein in ihrer Bewegungsrhythmik anskizziert sind, einen Reigen auf. Die Kostüme und die Parkarchitektur (Säule, Vase) sind allein zeichnerisch erfasst, während Schlemmer die Köpfe und Arme ausdrucksstark mit Deckweiß andeutet. Im November 1928 fand die Aufführung des Tschaikowsky-Stücks an der Staatsoper in Dresden statt.
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