Von Hölzel zum Bauhaus

Ohne Titel, 1972
© Max Ackermann / VG Bild-Kunst, Bonn

Max Ackermann

Ohne Titel, 1972

Pastell auf Verlourspapier
24,3 × 31,7 cm

signiert und datiert u. m.: Ackermann 72
(ACKERM/M 56)

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Max Ackermann machte sich um 1970 explizit Gedanken über die absolute Malerei in ihrer Verwandtschaft zur absoluten Musik. In einem Interview schrieb er über sein Verhältnis zur Musik: »... mein Verhältnis zur Musik war ein Entwicklungsprozess ... Ich habe Jahre gebraucht, auch in meiner eigenen Arbeit, um erst die Mittel kennenzulernen und dann habe ich einen Vergleich gezogen zu den Gestaltungselementen in der Musik, und ich habe dann im Laufe eines harten Arbeitskampfes festgestellt, dass das absolute Kunstwerk, das nur Musik und nichts als Musik sein will, auch insofern für meine Arbeit eben Vorbild sein musste, als ich auch in meiner Arbeit nur noch aus den Mitteln heraus schöpfen wollte, ohne literarische Beigabe oder Natur oder Heraldik oder so etwas ... Und dann, wie ich älter wurde, fand ich eben doch, dass die Musik uns vorauseilte, dass sie viel früher abstrakt war, viel selbstständiger war, und ich sehe heute meinen Ehrgeiz darin, es der Musik gleichzutun.« Die Allgemeingültigkeit der musikalischen Harmoniegesetze nutzte Ackermann, um eine Malerei zu entwickeln, die nach vergleichbaren Gesetzen funktionieren. 1971 vergleicht er in seinem Aufsatz über »Absolute Musik und absolute Malerei« die Parallelen von »leiser« und »lauter« Musik gegenüber leisen und lauten Farbklängen, das Vibrieren von Musiktönen und Farbtönen usw. Das titellose Pastell von 1972 ist ein Bei-spiel für die Umsetzung einer musikalischen Tonharmonie in ein malerisches Farbklangbild mit wiederkehrenden Farbtönen in unterschiedlicher »Lautstärke«, Höhen und Tiefen sowie einem - hier grün angedeuteten - Zwischenthema.
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